Gestaltete Steingärten haben nichts mit Steinwüsten gemeinsam!

Gestaltete Steingärten haben nichts mit Steinwüsten gemeinsam!

18. November 2018 2 Von Hans-Uwe Schwarz

Wir werden niemandem erklären wollen, wie er seinen Garten gestaltet, aber wir würden gerne einen Denkanstoß geben! Wer verdient eigentlich an der Tatsache, dass große Unternehmen Steingärten als das optimale propagieren? (Hans-Uwe Schwarz)

Viele Steine — wenig Leben

Der Klimawandel wirkt sich inzwischen für jedermann spürbar aus. Einerseits gibt es lange Trockenperioden, andererseits auch immer häufiger Starkregenfälle. Viele Städte überarbeiten vor dieser neuen Herausforderung ihr Wassermanagement. Versickerungsfähige Grün-und Freiflächen rücken mehr und mehr in den Fokus. Der Niederschlag, der in kürzester Zeit auf die Erde prasselt, sorgt für Überschwemmungen, besonders da wo es viele versiegelte Flächen gibt.

Diese Fotos kann man dann nicht mehr mache


Die Summe der Vorgärten ist eine ernst zu nehmende Größe mit direkter Auswirkung auf das Lokalklima. Besitzer versteinerter Gärten sind sich gar nicht bewusst, dass ihr Vorgarten Auswirkung auf das Stadtklima hat. Gerade in Neubaugebieten nimmt die Versiegelung zu. Diesen Trend, sagen Experten, kann man – ohne zu übertreiben – als schlecht für das Klima bezeichnen. Diese neuartigen Steingärten nehmen Regenwasser nur bedingt auf und es steht nicht mehr zur Verdunstung zur Verfügung. Außerdem heizen sich die Steine und Split stark auf und geben die Wärme wieder ab. Wenn also Kaltluftschneisen durch Bebauung wegfallen, kann dies zu einem echten Problem werden.

Manche Kommunen treffen nun schon reglementierende Gegenmaßnahmen. Einige Städte verboten jüngst eine Versiegelung mit Kies, Schotter oder Splitt. Ich frage mich jedoch, brauchen wir Gesetze und Bauverordnungen, die uns zum Begrünen und Bepflanzen zwingen? Ich glaube der gesunde Menschverstand sagt uns etwas anderes.

Bauherren müssen in Deutschland die Vorgaben in Bebauungsplänen umsetzen. Hier können Festlegungen zur Gestaltung von Flächen getroffen werden. Wenn es um die Neuauflage eines Siedlungsgebietes geht, kann sich jeder engagieren, da die Öffentlichkeit am Verfahren beteiligt wird.
Aus einer repräsentativen Marktforschung kennt man die Motive von versteinerten Vorgärten: modern, unkrautfrei und pflegeleicht.

Das verspricht auch die Werbung. Der Markt boomt. Hinzu kommt noch eine Studie, die aufzeigt, dass die Bereitschaft zum naturnahen Gartenbau stark vom Aussehen des Gartens des Nachbarn abhängt.So sind leider auch die neuartigen Steinwüsten irgendwie wohl ansteckend. Wissen sollte man auch, diese Flächen sehen nur für kurze Zeit aufgeräumt und schön aus. Sobald organisches Material, wie Samen und Blätter, zwischen die Steine und den Split fällt und dort verrottet, bildet sich eine Humusschicht.

Auf dieser siedeln sich dann Unkräuter an, die ungehindert wachsen können. Da hilft auch kein Unkrautvlies. Auch sollten, nach einer gewissen Zeit, die Steine gereinigt werden, da sich Moos festsetzt. Pflegeleicht geht, meiner Meinung nach, anders. Die Steine kommen meist aus China oder Indien, selten aus dem heimischen Steinbruch.

Bemerken möchte ich an dieser Stelle noch, dass es hier nicht um die „echten Steingärten“(Naturstein aus dem eigenen Umfeld als Mitgestaltung in Beeten) geht, die sich deutlich von den Steinwüsten unterscheiden.

Obwohl sich dieser Trend hier in Wahlstedt noch nicht ganz so stark abzeichnet, möchten wir von WIR FÜR WAHLSTDT dem etwas entgegen setzen wollen und sagen:
Lieber grün und bunt, statt grau und trist.
Gönnen wir uns doch mehr Natur im Garten, damit es summt und brummt.
Nicht nur die Landwirtschaft, jeder von uns kann etwas für mehr Artenvielfalt tun, nicht nur im Garten, auch auf dem Balkon. Heimische Pflanzen brauchen oft weniger Pflege und sie locken Hummeln, Bienen und Vögel an. Gärten können für die Biodiversität eine wichtige Bedeutung haben. Unterschlupf und Jagdrevier für Insekten, Vögel und Amphibien.
Kleine Vorgärten bilden ökologisch wichtige Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätze von Trittstein zu Trittstein wandern. Grünflächen liefern saubere Luft. Auch für uns Menschen ist die Vielfalt gesund, wohltuend und entspannend.
Lieber grün und bunt, statt grau und trist.

welch Augenweide


So sind leider auch die neuartigen Steinwüsten irgendwie wohl ansteckend. Wissen sollte man auch, diese Flächen sehen nur für kurze Zeit aufgeräumt und schön aus. Sobald organisches Material, wie Samen und Blätter, zwischen die Steine und den Split fällt und dort verrottet, bildet sich eine Humusschicht. Auf dieser siedeln sich dann Unkräuter an, die ungehindert wachsen können. Da hilft auch kein Unkrautflies. Auch sollten, nach einer gewissen Zeit, die Steine gereinigt werden, da sich Moos festsetzt. Pflegeleicht geht, meiner Meinung nach, anders. Die Steine kommen meist aus China oder Indien, selten aus dem heimischen Steinbruch. Bemerken möchte ich an dieser Stelle noch, dass es hier nicht um die „echten Steingärten“(Naturstein aus dem eigenen Umfeld als Mitgestaltung in Beeten) geht, die sich deutlich von den Steinwüsten unterscheiden.
Obwohl sich dieser Trend hier in Wahlstedt noch nicht ganz so stark abzeichnet, möchten wir von WIR FÜR WAHLSTDT dem etwas entgegen setzen wollen und sagen:
Lieber grün und bunt, statt grau und trist.


Gönnen wir uns doch mehr Natur im Garten, damit es summt und brummt.
Nicht nur die Landwirtschaft, jeder von uns kann etwas für mehr Artenvielfalt tun, nicht nur im Garten, auch auf dem Balkon. Heimische Pflanzen brauchen oft weniger Pflege und sie locken Hummeln, Bienen und Vögel an. Gärten können für die Biodiversität eine wichtige Bedeutung haben. Unterschlupf und Jagdrevier für Insekten, Vögel und Amphibien.
Kleine Vorgärten bilden ökologisch wichtige Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätze von Trittstein zu Trittstein wandern. Grünflächen liefern saubere Luft. Auch für uns Menschen ist die Vielfalt gesund, wohltuend und entspannend.
Lieber grün und bunt, statt grau und trist.

Was tun, in Städten und Gemeinden?

Bauherren müssen in Deutschland die Vorgaben in Bebauungsplänen umsetzen. Hier können von den Städten und Gemeinden Festlegungen zur Gestaltung von Flächen getroffen werden, beispielsweise die Menge an Laubbäumen. Wenn es um die Neuanlage eines Siedlungsgebietes geht, kann sich jeder engagieren, da die Öffentlichkeit am Verfahren beteiligt wird.

Appelieren wir erst einmal an die Vernunft der Menschen. Wenn das nicht hilft, helfen wir nach!

Irene Pakulla